Der EhrenamtPreis 2008
Im Jahr 2008 haben wir zusammen mit der Deutschen Bank in Ahrensburg den EhrenamtPreis für soziale Integration für Menschen der Region ausgeschrieben, die sich in beispielhafter Weise ehrenamtlich und freiwillig für die soziale Integration benachteiligter, am Rand oder außerhalb der Gesellschaft stehender Mitbürger engagieren.
Nachfolgend stellen wir Ihnen die fünf Haupt-Gewinner, sowie alle Kandidaten vor
Die Preisverleihung
Ansprache von Frau Birgit Wille-Handels, die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein:
Meine Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Dr. Eckstein,
sehr geehrter Herr Holzer,
sehr geehrter Herr Bürgermeister,
meine Damen und Herren Mitglieder der Jury,
zuallererst möchte ich mich bedanken, dass ich heute zur Verleihung des Ehrenamtspreises für soziale Integration 2008 bei Ihnen sein kann. Ich habe mich sehr auf diesen Abend gefreut.
Schon seit geraumer Zeit beobachte ich die Aktivitäten der BürgerStiftung Region Ahrensburg und ihre Bemühungen um die Stärkung des Gemeinwesens und der ehrenamtlichen Tätigkeit.
Bisher habe ich vor allem die Aktivitäten im Land Schleswig-Holstein und darüber hinaus, sowie Ihr beispielhaftes Engagement im Rahmen der EhrenamtMessen kennengelernt. Ich bin davon sehr angetan und beeindruckt und finde, dies sollte heute hier nicht unerwähnt bleiben.
Wie ich erfahren habe, hat Ihr Engagement auch national Anklang gefunden und ich möchte Ihnen herzlich gratulieren zum KOMPASS Preis 2008, den Sie letzte Woche in Berlin erhalten haben. Also auch von meiner Seite noch mal ein herzliches „Danke“ für Ihre Tätigkeit.
Ich weiß aber, dass die Initiierung von EhrenamtMessen nur eine Facette Ihres Wirkens ist. An erster Stelle steht bei Ihnen zweifelsohne Ihr Engagement, ehrenamtliche Arbeit zu fördern und zu unterstützen. Und dies zuallererst und vor allem in der Region, in der Stadt oder Gemeinde in der wir leben, mit der man sich identifiziert und über die man sich auch definiert. Also Tätigsein vor Ort, wo wir miteinander sind und unser Leben führen.
Neben vielen anderen Aktivitäten hat die BürgerStiftung deshalb gemeinsam mit der Deutschen Bank nunmehr schon zum achten Mal den Ehrenamtspreis in der Region Ahrensburg ausgeschrieben. Damit soll einmal jährlich, wie mit einem Scheinwerfer, das Licht auf Menschen oder Gruppen in der Region gelenkt werden, die sich in besonderer Weise über eine längere Zeit ehrenamtlich engagieren, in Notlagen geholfen und Verantwortung übernommen haben. Die BürgerStiftung will damit die Vorbildfunktion dieser Menschen deutlich machen und das ehrenamtliche Tun anerkennen. Gleichzeitig soll anderen Menschen in der Region ein Anreiz gegeben werden, mitzumachen oder ähnliches zu tun.
In der Ausschreibung heißt es dazu: „Die BürgerStiftung Region Ahrensburg schreibt im Jahr 2008 zusammen mit der Deutschen Bank in Ahrensburg einen Preis für Menschen der Region aus, die sich in beispielhafter Weise ehrenamtlich und freiwillig für die soziale Integration benachteiligter, am Rand oder außerhalb der Gesellschaft stehender Mitbürger engagieren“.
Die soziale Integration steht heute –wie wir dem Ausschreibungstext entnehmen können– im besonderen Focus des diesjährigen Ehrenamtspreises. Als Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein bin ich mit diesem Bereich auf ganz besondere Art und Weise verbunden.
Wie Sie vielleicht wissen, ist die Bürgerbeauftragte ein Hilfsorgan des Landtages Schleswig-Holstein und somit eine staatliche Institution. Dabei hat die Bürgerbeauftragte die Aufgabe, Hilfesuchende in Schleswig-Holstein in sozialen Angelegenheiten zu beraten, zu informieren sowie ihre Interessen gegenüber Behörden zu vertreten. Im Jahr 2007 haben sich rund 3.400 Menschen Hilfe suchend an uns gewandt. Vielen Menschen konnte durch unser Tun geholfen werden.
Nichtsdestotrotz erfahre ich durch die vielen Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern auch immer wieder die Grenzen der Hilfsmöglichkeiten. Diese Grenzen sind genau dort, wo Mitmenschlichkeit vor Ort gefragt ist, wo Menschen in Not eine helfende Hand benötigen, wo Menschen andere Menschen brauchen. Dies vor allem und besonders bei Einsamkeit, bei belastenden Situationen durch Krankheit, bei Ausgrenzung durch Behinderung oder in anderen schwierigen sozialen Situationen.
Hier können staatliche Stellen nur bedingt einwirken. Deshalb ist es wichtig, dass aktive Bürgerinnen und Bürger sich dieser offensichtlichen Probleme annehmen und sich neben ihren sonstigen täglichen Verpflichtungen ehrenamtlich für andere engagieren.
Dieses ehrenamtliche Engagement spielt in unserer Gesellschaft eine entscheidende Rolle, denn diese Aktivitäten sind es, die unsere Gesellschaft formen und zusammenhalten.
Heute werden wir hier Menschen kennenlernen, die diese Verantwortung für das Gemeinwesen aufgenommen haben. Sie setzen sich für andere Menschen ein und wirken darauf hin, dass unsere Gesellschaft mehr Rücksicht auf benachteiligte Menschen und deren Bedürfnisse nimmt und insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche tatkräftige Unterstützung beim Start in das Leben erhalten.
Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, damit wirklich alle Menschen ein wirklicher Teil unseres Gemeinwesens werden.
Der Ehrenamtspreis für Soziale Integration 2008 soll in diesem Sinne öffentliche Anerkennung, Beispiel und Ansporn für ehrenamtliches freiwilliges Engagement geben.
Die fünf Gewinner
Die Preisträger des Ehrenamtspreises 2008 sind:
Dieter Hopfe, Vorsitzender des Förderkreises für Suchtkranke aus Bargteheide
Irmela Mäuser, die sich in Ammersbek für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt
Christian Schirrmacher, Initiator und Vorsitzender der Integrationssport-Gruppe des Hoisbütteler Sportvereins
Gertrud Tammena (Ahrensburg), die sich für die Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen einsetzt
Die Trittauer Tafel wurde für ihr Engagement zu Gunsten Bedürftiger ausgezeichnet.
Die weiteren Kandidaten
Auch alle weiteren Kandidatinnen und Kandidaten erhielten für ihre vorbildliches Engagement eine Anerkennung mit Urkunde:
EINZELPERSONEN
Renate Bauer aus Ahrensburg, Organisatorin von Gospel-Workshops für schwerkranke Kinder
Janina Maske aus Elmenhorst, Leiterin von Turngruppen im Jugend- und Sportverein Fischbek
Michael Rogolowski aus Bargteheide Übungsleiter für das Jugendarbeitsteam der Stadt Bargteheide
Heike Schölzel aus Ahrensburg, Engagierte in der Kindertagesstätte am Reesenbüttel
Reinhard Schramm aus Ahrensburg, ehemaliger Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Ahrensburg und Leiter einer Selbsthilfegruppe Behinderter
Gisela Walgenbach aus Ahrensburg, Engagierte in der "Fraternität der Menschen mit Behinderung"
GRUPPEN
Die Hilfe für Schwangere in Norddeutschland e.V.
fördert und unterstützt Schwangere und Mütter in schwierigen Situationen
Die Seniorenberatung im Ammersbeker Rathaus
als Initiative von Senioren für Senioren und Hilfesuchende
Schüler helfen Schülern e.V. aus Ahrensburg
Hilfe für Schüler, insbesondere solche mit Migrationshintergrund
Das Team der Mittagsbude der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ahrensburg betreibt eine Ausgabestelle von täglichem Mittagessen an Bedürftige
Der Verein zur Förderung legasthenischer Kinder e.V. Bargteheide
engagiert sich für legasthenische Kinder sowie für Kinder mit Dyskalkulie und führt Förderkurse für Kinder durch
